Über Übergänge, Erlaubnis und warum dein Körper es oft früher weiss als dein Verstand
Liebe Leserin, lieber Leser,
Kennst du diesen Zustand, wenn du spührst, dass du innerlich schon weiter bist – aber im Aussen noch nichts wirklich Neues da ist? Wo das Alte sich nicht mehr wahr anfühlt, nicht mehr bewohnt. Und doch ist das Neue noch nicht greifbar, noch nicht stabil, vielleicht nur als feines Gefühl spürbar.
Viele Menschen sind im Moment genau an diesem Punkt. In einem inneren Übergang. Und oft kommt dann die leise (oder laute) Frage: Darf ich das Alte wirklich loslassen, obwohl ich noch nicht weiss, was danach kommt oder wer ich dann bin?
In solchen Phasen braucht es weniger Kraft als vielmehr eine innere Erlaubnis. Die Erlaubnis, das Alte loszulassen, auch wenn das Neue noch keinen Namen hat. Die Erlaubnis, alle Gefühle mitzunehmen: Trauer, Wut, Schmerz, Erinnerungen – ohne sie wegzumachen. Und gleichzeitig die Erlaubnis, offen zu bleiben für ein neues Fühlen, eine neue innere Ordnung, die sich erst im Gehen zeigt. Nein, nicht, weil etwas falsch war – sondern weil etwas zu Ende ist und etwas Neues ansteht.
Oft meldet sich dieser Übergang zuerst körperlich. Herzklopfen. Innerer Druck. Ein hörbarer Herzschlag. Ein erhöhter Blutdruck. Körperliche Unruhe. Schlafstörungen usw.
Nicht als Störung, sondern als Aufruf: Hör hin!
Das Herz wird nicht laut, um uns zu erschrecken, sondern um Raum zu schaffen für Wahrheit, für Stille und für eine neue Ausrichtung.
Was sich dann zeigt, ist oft kein fertiger Weg, sondern ein inneres Wissen, eine Entspannung, ein Spüren, dass es Zeit ist, etwas nicht länger festzuhalten und den Schritt nach vorne zu gehen. An diesem Punkt öffnet sich das Tor. Nicht durch Wissen, nicht durch Kontrolle, sondern durch Vertrauen. Eine innere Erlaubnis, dass dieser Übergang jetzt ansteht und da sein darf – mit allem was dazu gehört.
Wenn du gerade an diesem Punkt stehst, mag dich dieser Satz als inneres Tor begleiten:
Ich darf loslassen.
Ich darf noch nicht wissen.
Mein Herz führt mich.
Ich darf noch nicht wissen.
Mein Herz führt mich.
Wenn du dich hier wiedererkennst, dann bist du nicht falsch. Du bist mitten in einer tiefen Transformation. Und oft weiss dein Körper schon, wohin es geht – lange bevor dein Verstand folgen kann.
Von Herzen
Dora
Der Raum, wo das Nicht-Wissen da sein darf, während das Neue willkommen ist.